Der freie PLatz

 

Nass drängen die Zweige,

die Blätter modrig braun,

 

triefende Erde starrt ihn an.

Leise zischt das Schwefelholz.

 

Die Luft schmeckt nach Trauer,

saugend die Glut den Tabak frisst.

 

Vor dem Stein aus Marmor

eine schmale Platte aus Granit,

 

darauf, ein Name, halb verdeckt,

der Name seiner Tochter.

 

Sein Fuß schiebt das tote Laub,

darunter erscheinen Zeichen:

 

geboren... gestorben... er erinnert sich:

Es war in der Früh... es war viel zu früh.

 

Durch die Zweige , quält sich der Blick

von der Platte zum Stein empor.

 

Mit dem Ärmel wischt er Tränen

von der kalten bemeißelten Fläche.

 

Zuerst die Eltern, danach die Frau,

er ist allein seit Ewigkeiten.

 

Es schneidet tief und schmerzt so sehr,

schmerzt immer noch, nach all den Jahren.

 

Er weiß, dort unten am Ende des Marmors

da ist noch Platz... und auch darunter.

 

Wer wird für ihn die Daten meißeln?

Die Zigarette, sie schmeckt nicht mehr.

 

Er wirft sie fort.

Wer wird für ihn die Daten meißeln?